IRONMAN 70.3 St.Pölten – Mein Rennbericht

image9-11

My Lovelies, I actually wanted to write a race review in english, but I started to write a german one and couldn’t stop…..Well, anyway I’ll upload a shorter english version soon! Meanwhile please use the translator. ;)

XOXO Q.F[line]

Jetzt schaffe ich es endlich meinen Rennbericht zu meinem 1. Ironaman70.3 online zu stellen! Die letzten beiden Wochen waren hier echt mehr als stressig und ich hatte kaum eine freie Minute, aber wie heißt es denn so schön, gut Ding braucht Weile ;)

So, wo fange ich denn nun an !? …..

Die gesamte Raceweek über hat sich in mir schon die Nervosität immer ein Stückchen mehr aufgebaut und ich fing langsam an mich, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl im Magen, auf den Raceday zu freuen.

In meinem vorletzten Training habe ich plötzlich am Rad einen richtigen Stich in meinem linken Knie verspürt, ohne viel darüber nachzudenken habe ich das erstmal natürlich total ignoriert und gehofft, dass der Schmerz gleich wieder weg ist…..typisch halt. Dem war aber nicht so, der Schmerz wurde schlimmer und somit war das meine letzte Radeinheit vor dem großen Tag. Mein Physiotherapeut hat mein Knie dann mit Tapes für den Wettkampf fixiert und schon eine Verletzung oder Überlastung der Seitenbänder vermutet…

Naja, anyway, so habe ich am Donnerstag vor dem Wettkampf dann einfach statt alle 3 Sportarten zu trainieren, nur eine Schwimmeinheit eingeschoben um das Knie zu schonen. Ich stieg mit einem guten Gefühl aus dem Wasser und fühlte mich “ready” ´;) Die Angst vor dem Schwimmen im Wettkampf blieb aber. Bei meinem ersten Triathlon, der Sprintdistanz in Großsteinbach, ging es in einem Schlammtümpel richtig zur Sache. Ich musste mich richtig durch den Schlamm prügeln, um mich zwischen den doch sehr ambitionierten Damen behaupten zu können und um überhaupt “ganz” aus dem Wasser zu steigen. Jedenfalls hatte ich dann richtig großen Respekt vor dem Schwimmen und Angst wieder in Panik zu geraten und nach Luft ringen zu müssen. Dazu dann später noch mehr, denn meine Angst war eigentlich völlig umsonst.

Am Samstag ging es dann früh morgens los. Mit dem tollen MAZDA CX5 ging es pünktlich um 8Uhr ab Richtung St. Pölten. Da ahnte ich ja noch nicht, dass dieser Tag doch recht lange werden würde. Nachdem wir in St. Pölten angekommen waren, ging es dann gleich mal zur Registrierung, wo ich meinen Race-Rucksack samt allen Startunterlagen abgeholt habe. Als mir das “Athlete Band” umgelegt wurde, war es mir bewusst, jetzt gibt es kein zurück mehr! Ein ganz komisches, aber auch richtig tolles, Gefühl machte sich in mir breit. Dann ging es auch schon ab zum Racebriefing und anschließend gab’s noch schnell eine kleine Portion Kaiserschmarren – Carboloading und so….

Nach einem kleinen Rundgang durch die Expo, wo wir auch viele bekannte Gesichter getroffen haben, ging es dann ab zum Bike Check-in. Nachdem ich alles feinsäuberlich in die Transition Bags verstaut hatte, hieß es noch ein letztes Mal die Gänge meines Bikes durchzuschalten und eine Runde zu drehen. Leider hatte sich hier etwas verstellt und ich musste vor dem Bike Check-In noch zum Radservice. Ein großes Dankeschön an das Team des Bike Service Strobl! Im Nu war das Problem behoben und ich konnte unter der brütenden Hitze endlich mein Bike einchecken. Der Bike Check-In verlief eigentlich ganz unkompliziert und Giacomo fühlte sich an seinem Platz ganz schnell wohl;) Nach einem schnellen Abschieds-Selfie, ging ich noch schnell die Wege ab und hing meine Bike und Run – Bags am richtigen Fleck auf. Nach einigen netten Gesprächen mit älteren Triathleten, die plaudern immer ganz besonders gerne mit jüngeren Kolleginnen ;), und einer gefühlten Ewigkeit, habe ich die Transition dann auch wieder verlassen. Ein ganz besonders komischer Moment, aber ich wusste ja, dass ich alles eingepackt und am richtigen Platz platziert habe.image1-95

Anschließend haben wir dann auch endlich meine Mami und meine Schwester getroffen. Am Weg zum Besichtigen der Schwimmstrecke sind wird dann auch noch Marino Vanhoenacker begegnet, da musste natürlich schnell ein Foto gemacht werden;) Nach der Besichtigung war es Zeit meine Muskeln noch für den Wettkampf Tag zu aktivieren. Also hieß es zuerst Laufschuhe an und dann ging es ab in den ersten See. (In St. Pölten schwimmt man in 2 Seen). Es galt erste Bekanntschaft mit dem doch sehr kalten, 15°C !, und auf Grund der vielen Algen auch recht dreckigen Wasser, zu machen. Zu dieser Uhrzeit war ich die einzige Person weit und breit, es hieß meine Angst zu überwinden und dann ging es los. Auf ins a***-kalte Nass! Boah die ersten paar Minuten waren Hardcore! Nachdem ich mich durch das erste Algenbeet gekämpft hatte ging es schon mal ganz gut. Ich hatte meinen Puls im Griff und die Züge fühlten sich gut an. Kurz darauf machte ich Bekanntschaft mit einem netten, aber doch sehr großen Fisch, der hatte aber wohl mehr Angst vor mir und verschwand Gott sei Dank auch so schnell wieder, wie er aufgetaucht war!  Nach 25 Minuten beendete ich diese Einheit mit einem guten Gefühl und die Vorfreude stieg langsam. Danach gings noch schnell in die City zum Abendessen. Leider mussten wir hier Ewigkeiten warten und mit jeder Minute stieg auch die Nervosität kontinuierlich an. Ich habe mich echt gezwungen die Penne Pomodoro zu essen und dann ging es doch recht spät, es war bereits 21:30, ab ins Hotel. Wir hatten ein Zimmer im City Hotel D&C gebucht, ein offizielles Race Hotel. Nachdem wir im Zimmer angekommen waren überraschte uns schon ein Mückenschwarm an der Decke – ganz toll! Nach dem Duschen stand gleich mal das ganze Badezimmer 5cm tief unter Wasser. Welch ein toller Start in die letzte Nacht vor dem Rennen. Tja, das war noch nicht alles –  die riesige Fensterfront ließ sich leider nicht öffnen und das wirklich sehr kleine Fenster war eigentlich völlig umsonst. Die versprochene Klimaanlage gab es in diesem Zimmer gar nicht, also mussten wir quasi in einer Sauna schlafen. Wie ich später mitbekommen habe, gab es bei fast jedem Gast Probleme und auch so mancher Profiathlet, der hier untergebracht war, hatte ungewollter Weise ebenfalls die gratis Sauna-Option im Zimmer genutzt. Nicht gerade perfekt vor einem Renntag! Jedenfalls war die Nacht vor meinem großen Tag nicht so toll, aber was soll’s.

13226811_482340915224021_8710113002723567878_n-2

Sonntag 22.Mai.2016 – mein erster Ironman70.3

Um 3:30 klingelte der Wecker. Diesen Weckton habe ich schon sehnsüchtig erwartet, da ich sowieso die halbe Nacht wach und schweißgebadet im Bett lag. Oh Mann, ich war nervös, so richtig nervös! Ich machte das Licht an und suchte erstmal nach Bachblüten Tropfen. Ein paar Tropfen eingeschmissen und schon fühlte ich mich besser!

Dann hieß es erstmal mein morgendliches Ritual zu vollziehen – in meinem Fall 1 Liter Wasser trinken, ewig lange duschen, etwas zu Recht richten, Zöpfe flechten und so weiter…… Um 4Uhr 30 ging es dann ab zum Frühstück. Ein Frühstücksraum voller Triathleten – in den meisten Augen konnte man die Anspannung und etwas Angst sehen, in anderen wiederum pure Gelassenheit. Ich probierte mich ohnehin auf mich selbst zu konzentrieren um wenigstens ein oder zwei Toastscheiben mit Marmelade runter zu würgen. Ich musste mich echt bemühen zu essen, denn auf Grund der Aufregung hatte ich absolut gar keinen Hunger.

Um 5 Uhr ging es dann mit dem Auto Richtung Start. Pünktlich zur Öffnung der Wechselzone waren wir direkt davor angelangt. Bike nochmal genau überprüfen, Luft nachpumpen und Verpflegung am Rad anbringen. Ich blieb konzentriert und alles verlief wie geplant. Dann habe ich die Wechselsäcke nochmal überprüft und bin die Wege im Kopf nochmals durchgegangen. Die Stimmung in der Wechselzone, frühmorgens vor dem Wettkampf, ist eine ganz besondere. Alle sind ganz fokussiert und Ironman spielt Chill-Out Musik. Die Sonne ging langsam auf und es wurde Zeit Richtung Schwimmstart zu wandern.

Gemeinsam mit Markus, meiner Mami und meiner Schwester machte ich mich auf dem Weg dorthin. Meine Mami erinnerte mich daran das Dixie aufzusuchen – tja hier war die Schlange wiedermal endlos lang. Also musste hier kurzerhand ein Busch herhalten, ich bin da ganz unkompliziert und naja wenn’s schnell gehen muss ….ich stelle mich ja nicht 20 Minuten vor ein Dixie Klo und warte – sicher nicht! Das hatte ich dann auch erledigt.

Am Weg zum 1. See und dem Startbereich haben wir bereits ein paar bekannte Gesichter getroffen. Ich suchte mir ein halbwegs ruhiges “Platzerl” und fing an mich aufzuwärmen. Hier hat mich auch eine ORF Kamera eingefangen und so war ich dann zu Beginn der 90 minütigen Zusammenfassung auf ORF SPORT+ zu sehen. Nach dem Aufwärmen habe ich mir meinen heiß geliebten ZOOT  Z FORCE 3.0 WETZOOT angezogen und machte michauf den Weg zum Einschwimmen. Hier haben wir dann zufällig Jana und Simon von jbrunning-sironman.de getroffen. Es hat uns total gefreut euch beide zu treffen und Markus und ich freuen uns schon auf ein Wiedersehen! Nach einem kurzen Gespräch ging es für mich ab in die richtig kalten Fluten! 15°C sind kalt – richtig kalt! Ein kurzes Einschwimmen musste reichen!

Um 7:00 starteten dann die Profi Männer und um 7:05 die Profi Frauen. Somit war das Rennen eröffnet und meine Nervosität am Höhepunkt. Ich stand bereits in meinem Startsektor und M probierte mich zu beruhigen. Plötzlich kam ich dann mit zwei netten Damen ins Gespräch. Beide waren mehrfache Ironman Finisher und ich als absoluter Firsttimer mittendrinnen. Gemeinsam haben wir dann Hermann Aschwer, die Triathlon Legende, entdeckt und sind gleich ins Gespräch mit ihm gekommen. Er kümmerte sich besonders um mich, das kleines Firsttimerlein, und beruhigte mich ungemein. Ich hatte einfach die größte Panik vor dem Schwimmen. Wie sich dann später herausstellte, völlig unberechtigt. Um 7.15 durften die Amateure, also wir, an den Start. Hier wurde via Rollingstart gestartet, also einer nach dem anderen durfte ins Wasser. Die Zeitmessung wurde hier erst bei der Überquerung der Zeitmatte ausgelöst.

Ich konnte also ganz ruhig ohne Schlägereien ins Wasser starten. Echt angenehm im Gegensatz zu meinem Sprint Triathlon Horror-Start. Ich bemühte mich ganz langsam los zu  schwimmen und meinen Puls zu beruhigen. Das klappte auch super. Nach einigen kurzen Ausreißern ins Algenbeet, war ich dann bei der ersten Boje wieder auf Idealkurs. Mein Plan war es von Nun an “tutto gas” zu schwimmen, also alles raus, gib ihm…. u know… so würde das jetzt hier ein Mann schreiben…Naja, das hat dann nicht so recht funktioniert. Der Großteil meiner Kollegen neben mir ist nämlich, wohl auf Grund der Kälte, Brust geschwommen oder hatte sich einfach falsch eingereiht. Jedenfalls machten die Brustschwimmer es mir unmöglich vorbeizukommen. Ich konnte durch in der Kraultechnik schwimmen und fühlt mich gut, nur leider nicht im gewünschten Tempo sondern eher mehr im Wohlfühltempo.

Nach ca. einem Kilometer hieß es dann raus aus dem ersten See und ich musste zum zweiten laufen. Jetzt zum Lauf zwischen den beiden Seen – der war richtig arg! “Zach” würde hier an dieser Stelle ein waschechter Kärntner sagen. Meine Füße waren halb eingefroren von dem  15°C kalten Wasser und ich fühlte mich als würde ich auf rohen Eiern laufen. Man musste über eine Brücke und ein asphaltiertes bergab Stück laufen – das war wirklich nicht lustig und wie ich später feststellen musste, hatte sich auf einer meiner wohl empfindlichen Fußsohlen eine Blase gebildet…. naja, jedenfalls echt mies das Ganze.

 Dann galt es im zweiten See möglichst schnell wieder den Rhythmus zu finden. Gar nicht so einfach! Jedenfalls wurde das Wohlfühltempo aus dem ersten See hier noch langsamer. Beim Schwimmausstieg zog mich dann ein etwas zu ambitionierter Helfer wortwörtlich aus dem Wasser, etwas zu kräftig, so dass ich direkt ausgerutscht bin….aber das kann ja mal passieren. Ich war nach dem Schwimmen happy aus dem Wasser zu sein, aber beim Blick auf meine Uhr auch etwas enttäuscht. ( Siehe Foto am Weg zur T1 – interessanter Gesichtsausdruck, aber so habt ihr was zu lachen;) )

Schnell in die Wechselzone und ab aufs Rad. Endlich konnte ich auf meinem Merida Reacto 5000 Ltd etwas Tempo machen. Am Weg zum “Autobahn”- Streckenteilstück habe ich dann auch noch meine Familie entdeckt die mich anfeuerte. Das gab mir Kraft und machte Mut für die 90km am Bike. Ich fühlte mich gut und mein Knie spürte ich auch (noch) nicht.

Die Radstrecke war echt der Hammer. Der Straßenbelag und die Aussicht einfach top. Das erste Teilstück führte über eine gesperrte Autobahn. Echt speziell mal über eine gesperrte Autobahn zu fahren. Bereits hier konnte ich meinen Augen kaum trauen,denn die anderen Athleten hatten wohl noch nie etwas von „LITTERING“ gehört… die Autobahn war mit leeren Gelpäckchen zugepflastert. Dem nicht genug, einige Kollegen hatten wohl auch noch nichts von einem Windschatten-Verbot gehört und “lutschten” was das Zeug hält. Aber bei einer Frau im Windschatten zu lutschen ist doch echt recht erbärmlich! Vermutlich war mein Hinterteil im knackigen ZOOT Rennanzug ganz anziehend;) Anyway Guys, auf der ersten “geschmierten” Steigung hatte ich euch dann eh abgehängt. Und ein verschmitzter Grinser mit einem  “YOU GOT CHICKED” musste an so mancher Stelle einfach sein;) Schade nur, dass hier einfach weit und breit kein Wettkampfrichter zu sehen war. Es machte mir Mut immer mehr Männer mit doch sehr guter Ausrüstung – Scheibenrad und Co. zu überholen.

image14-2

Ab der ersten Steigung meldete sich mein Knie mit stechenden Schmerzen wie aus dem Nichts! Ich probierte es zu negieren, aber der Schmerz wurde schlimmer und zwang mich nicht alles zu geben. Ich wusste ja, dass ich noch die restlichen Kilometer am Rad, die eigentlich richtig anspruchsvolle Steigung bei Gansbach & den Halbmarathon vor mir hatte.

Als es dann runter in die Wachau und der wunderschönen Donau entlang ging, lud die Strecke so richtig zum Ballern ein, meinem Knie zu liebe hielt ich mich hier doch etwas zurück und sparte die Körner für später.

Als es dann bei Aggsbach Richtung Gansbach hinauf ging war ich erleichtert. Ich mag es total am Berg zu fahren und teile mir solche Abschnitte gerne gut ein. Also lieber langsam anfahren und dann Tempo halten war meine Devise. Ach was mich da alles zu Beginn der Steigung überholt hat – Athleten in Vollmontur mit besserer Ausrüstung als so mancher Profi. Nach der ersten Steigung hatte ich dann einige dieser Herren schon hinter mir gelassen, herrlich und motivierend zugleich das Schimpfen zu hören, wenn ein junge Dame überholt – Sorry, meine Herren Carbon statt Kondition ist halt nicht alles;)! Bei der Hälfte der Steigung klopfte mir eine ganz liebe Finnin auf die Schulter und freute sich endlich ein weibliches Gesicht zu sehen. Ich freute mich ebenso! Gemeinsam hängten wir so einige Männer ab und dann ging es auch schon wieder Richtung Wechselzone.

In der Wechselzone angekommen, musste ich erstmal das Dixie aufsuchen und mir leider eine Schmerztablette einwerfen, sonst wäre das Finishen wohl kaum mehr möglich gewesen. Aufmagaziniert mit genügend Gels, Magnesium und einer weiteren Schmerztablette, verlies ich die Wechselzone. Da führt der Ausgang aus der Wechselzone tatsächlich über eine Stiege – welch ein Spass für mein Knie. Jeder einzelne Schritt tat unglaublich weh und ich hoffte auf Besserung durch die Schmerztablette. Gleich zu Beginn der 1. Laufrunde sah ich meine Familie wieder und ich wurde durch ihre aufmunternden Worte richtig gepusht. Nach ca. einem Kilometer gab es schon die erste Labestation – ein paar Schlückchen Wasser in den Mund, richtig viel Wasser in den Ausschnitt und über den Kopf, 2 Schwämme in die Hand und weiter ging’s. Hier hab ich mir selbst geschworen nur bei den Labestationen zu gehen und egal wie schmerzvoll es auch werden würde sonst nie zu gehen. Ein innerer Schwur den ich auch einhielt. Die Schmerztablette wollte wohl nicht wirken und so gab es bei Kilometer fünf nicht nur das erste Gel sondern gleich die zweite Tablette dazu. Ich sag euch, die Berg-ab-Passagen im Regierungsviertel von St. Pölten waren der Horror für mein Knie, hier schossen mir regelrecht die Tränen ein und das Aufgeben schien mir doch sehr verlockend, aber ein DNF war einfach keine Option. Ich hatte die letzten Wochen und Monate zu hart für diesen Tag gekämpft, zu viel entbehrt. So kämpfte ich mich von Labestation zu Labestation und hörte immer wieder meinen Namen! Das motivierte mich echt sehr! Auch “THE18THDISTRICT” hörte ich immer wieder und somit wusste ich da waren auch liebe Follower an der Strecke. Kurz vor der Wende zur 2. Laufrunde habe ich nochmal meine Familie getroffen und ihre  aufmunternde Worte motivierten mich abermals. Bei der Wende zur zweiten Laufrunde hörte ich meinen Namen mehrmals und beim Hinsehen entdeckte ich einen Teil des Ironman Austria Teams, ein weiterer Motivations-Push für die letzten 10 Kilometer! Die verliefen eigentlich ganz gut, bis auf die andauernden Schmerzen in meinem Knie. Ich blieb aber positiv und lächelte à la Chrissie Wellington “Smile the pain away” – so manch ein anderer Athlet sah mich zweitweise ganz entgeistert an… ich wusste, dass ich es so mental überwinden und gut finishen konnte. Die letzten 5 Kilometer lief ich sogar in einem Negativ-Split! Da bin ich sogar richtig stolz drauf.

Als ich Richtung Zielkanal auf die Ironmile einbog hörte ich schon den Moderator der mich speziell ankündigte. Welche eine Ehre. Ironman hatte mich vorab auf der Facebook Seite als Firsttimer und Blogger gefeatured und so kündigten sie mich auch hier an. Zu “Sky Full of Stars” und den netten Worten des Moderators, sprintete ich wie in Trance und mit dem wohl fettesten Grinser ever die letzten paar Meter bis ins Ziel. Und dann stand ich da, es war geschehen, ich hatte meinen ersten IRONMAN 70.3 in 06:25:23 gefinished und war mega happy. Im Ziel umarmte mich eine Gruppe Italiener, die alle meinen Namen riefen und mich feierten als ob sie mich schon seit Jahren kannten. Wenige Minuten darauf umarmte mich die liebe Finnin von hinten, sie hatte wohl auch ungefähr zeitgleich mit mir gefinished. Diese Momente im Zielbereich eines Ironman sind unbeschreiblich und mir kullern selbst jetzt, während ich diese Zeilen hier verfasse, die Tränen herunter. Das ist IRONMAN, das ist dieser tolle SPORT, DAS IST TRIATHLON! Dieser Sport gibt einem so viel zurück! Ja was soll ich sagen, ich habe es tatsächlich geschafft und habe meinen ersten Ironman70.3 mit einer ganz passablen Zeit gefinished, trotz meiner unglaublichen Schmerzen im Knie und der brütenden Hitze, welche den Halbmarathon wirklich in eine Hitzeschlacht verwandelt hatte, habe ich mich immer weiter gepushed und habe es geschafft! Ich bin stolz auf mich und freue mich auf viele weitere Bewerbe diesen Sommer und den Saison Abschluss beim Ironman70.3 in Pula.

6:25:23 – Quirina-Felizitas #thetribabe – you are an HALF IRONMAN! Mission accomplished!

Mein Fazit zum Ironman70.3 St.Pölten – ein richtig tolles Rennen! Die Besonderheit in 2 Seen zu schwimmen ist einzigartig. Die Radstrecke anspruchsvoll und wunderschön und die Laufstrecke sehr abwechslungsreich mit einer tollen Finishline! IRONMAN AUSTRIA 70.3 wir sehen uns bestimmt wieder!

Hier gibt’s noch das Snapchat Video von meinem Raceday :

 

***MEIN TRIATHLON OUTFIT – ALLES VON ZOOT SPORTS***

PS: In den nächsten Tagen werde ich auch eine Artikel zum Thema “Frauen im Triathlon Sport ” – WOMEN FOR TRI – zu verfassen.

Trackback from your site.

You might also like

Leave a Reply

Close